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01. 2021

 Gottesdienstanzeiger
St. Johannes Erding und St. Martin Langengeisling
2021

Gottesdienstübersicht Erding:
An jedem 1. Samstag im Monat in St. Johannes 18:15 Uhr, Rosenkranz
Samstag, 19:00 Uhr Hl. Messe
Sonntag / Feiertag, in St. Johannes Hl. Messe 09:00 / 10:30 / 19:00 Uhr

Beichtgespräche nach Vereinbarung, vor den großen kirchlichen Festen werden noch zusätzliche Beichtgelegenheiten angeboten.

Die Wallfahrtskirche Heilig Blut in Erding bleibt bis auf Weiteres gesperrt!

Gottesdienstübersicht Langengeisling, Eichenkofen und Altham:
Dienstag, 19:00 Uhr, Mittwoch, 08:00 Uhr
Samstag, 19:00 Uhr
Sonntag, wechselnd 09:00 oder 10:30 Uhr Hl. Messe

Näheres entnehmen Sie bitte dem folgenden Gottesdienstanzeiger



St. Johannes und St. Martin

Abkürzungen für die Kirchen:
Lgg – St. Martin Langengeisling
Alt – St. Benedikt Altham         
Ekf – St. Ägidius Eichenkofen   
ED – St. Johannes Erding        
HG – Hl. Geist Erding


 


Gottesdienstanzeiger Januar 2021

Pfarrverband Erding-Langengeisling
Gottesdienstanzeiger unter Vorbehalt


 Vesper mit Predigt zum Jahresschluss, Texte siehe im Anschluss unten!


Freitag, 1. Januar - NEUJAHR - HOCHFEST DER GOTTESMUTTER MARIA
ED           9:00 Uhr      Hl. Messe entfällt!
ED          10:30 Uhr      Hl. Messe
ED          19:00 Uhr      Hl. Messe
M. f. Vater Fritz Bauschmid
M. f. Mutter Anna Windmaisser
Ekf           8:30 Uhr      Hl. Messe im Freien
M. f. Vater Lorenz Zech u. VW (v. d. Töchtern)
M. f. Cousin Georg, Barth. Zech, Therese u. Johann Zech
M. f. Neffen Manfred u. Bernhard (v. d. Tanten)
Lgg         19:00 Uhr      Hl. Messe

Samstag, 2. Januar - Hl. Basilius d. Gr. u. hl. Gregor v. Nazianz, Bischöfe
ED          19:00 Uhr      Vorabendmesse
M. f. Katrin Rauscher
Lgg         19:00 Uhr      Vorabendmesse
M. f. Eltern u. Geschwister (Balth. Wenhart)
M. f. Eltern Elisabeth u. Walter Rappold

 
Sonntag, 3. Januar - 2. SONNTAG NACH WEIHNACHTEN
ED           9:00 Uhr      Hl. Messe
ED          10:30 Uhr      Hl. Messe
M. nach Meinung (Malterer)
ED          19:00 Uhr      Hl. Messe
Stiftsmesse f. Fam. W. u. T. Schindler
Lgg         10:30 Uhr      Hl. Messe
M. f. Elt. Anna u. Peter Erhard, Schwägerin Hilde (M. Perzl)
M. f. Eltern Katharina u. Georg Daimer (Hubert Daimer)
M. f. Ehemann u. Vater Sylvester Kressierer

Dienstag, 5. Januar - Hl. Johannes Nepomuk Neumann, Bischof
ED          19:00 Uhr      Vorabendmesse
Lgg         19:00 Uhr      Vorabendmesse
M. f. Eltern u. Tante Rosalie (Maria Hupfer)

Mittwoch, 6. Januar - ERSCHEINUNG DES HERRN - EPIPHANIE
- Afrikatag Kollekte
ED           9:00 Uhr      Hl. Messe
ED          10:30 Uhr      Hl. Messe
M. f. Eltern D. u. E. Renauer (Schneider)
M. f. verstorb. Angeh. Fam. Hochholzer
M. f. Einheit u. Frieden (Bury)
ED          16:00 Uhr      Meditation zur WEIHNACHTSZEIT
- Olivier Messiaen: La Nativite De Seigneur
- Einlass nur mit Platzkarte
ED          19:00 Uhr      Hl. Messe
M. f. verst. Angeh. Urlinger/Schmidt u. Fischer
M. f. Dr. Karl Gottmann u. Angehörige
Lgg         10:30 Uhr      Hl. Messe
M. f. Ehefrau u. Mutter Betty Lex
M. f. Eltern Maria u. Fritz Patzelt
M. f. Großeltern Patzelt/Weinmeier

Samstag, 9. Januar - Samstag der Weihnachtszeit
ED          19:00 Uhr      Vorabendmesse
Lgg         19:00 Uhr      Vorabendmesse
M. f. Ehefrau u. Mutter Magdalena Röslmair


Sonntag, 10. Januar - TAUFE DES HERRN
- Kollekte Maximilian-Kolbe-Werk
ED           9:00 Uhr      Hl. Messe
ED          10:30 Uhr      Hl. Messe
M. f. Yolande u. Isabella Hoisl
M. f. Hedwig Rummel u. verst. Angehörige
M. zu Gnaden Mutter Gottes
ED          19:00 Uhr      Hl. Messe
Stiftsmesse f. Maria Kowoll
M. f. Mutter Elisabeth Zdziebko (Gawelek)
Lgg          9:00 Uhr      Hl. Messe
M. nach Meinung P.

Samstag, 16. Januar - Samstag der 1. Woche im Jahreskreis
ED          19:00 Uhr      Vorabendmesse
Lgg         19:00 Uhr      Vorabendmesse
M. f. Ehemann, Sohn u. Mutter (R. Abendroth)
M. f. Eltern Maria u. Jakob Lex (Fam. Ostermaier)
M. f. Schwager Lorenz Bauer 

Sonntag, 17. Januar - 2. SONNTAG IM JAHRESKREIS
ED           9:00 Uhr      Hl. Messe
ED          10:30 Uhr      Hl. Messe
Stiftsmesse f. Karl Käser
ED          19:00 Uhr      Hl. Messe
Stiftsmesse für Elisabeth Kowoll
M. f. Familie, Einheit u. Frieden
Lgg         10:30 Uhr      Hl. Messe
M. f. Eltern Maria u. Josef Ertl
M. f. Eltern u. Schwestern (Helga Prechtl)
M. f. Eltern u. Brüder (Dieter Prechtl)

Freitag, 22. Januar - Hl. Vinzenz, Diakon, Märtyrer
Lgg         19:00 Uhr      Andacht zum Sebastiani-Triduum nur für Firmlinge und Landjugend

Samstag, 23. Januar - Sel. Heinrich Seuse, Ordenspriester, Mystiker
ED          19:00 Uhr      Vorabendmesse
Stiftsmesse f. H.H. Franz Wolf
M. f. Frau Hella Kalmowicz
Lgg         19:00 Uhr      Vorabendmesse zum Sebastiani-Triduum
M. f. Eltern Emma u. Franz Huber, Neffe Martin
M. f. Ehemann u. Vater Johann Grabrucker
M. f. Nachb. Magd. Röslmair, Barth. Ippisch (Geschw. Zech)


Sonntag, 24. Januar - 3. SONNTAG IM JAHRESKREIS
ED           9:00 Uhr      Hl. Messe
ED          10:30 Uhr      Hl. Messe
ED          19:00 Uhr      Hl. Messe
Stiftsmesse f. Hannes u. Olga Lorger
Lgg          9:00 Uhr      Hl. Messe zum Sebastiani-Triduum
M. f. Ehemann u. Vater Waldemar Heiß

Samstag, 30. Januar - Samstag der 3. Woche im Jahreskreis
ED          19:00 Uhr      Vorabendmesse
Lgg         19:00 Uhr      Vorabendmesse
M. f. Eltern bds. (Fam. Strobl)
M. f. Schwiegereltern u. Schwager Hans (R. Heiß)
M. f. Brüder Peter u. Erich Heilmaier, Schw. Josef Poldinger


Sonntag, 31. Januar - 4. SONNTAG IM JAHRESKREIS
ED           9:00 Uhr      Hl. Messe
ED          10:30 Uhr      Hl. Messe
ED          19:00 Uhr      Hl. Messe
M. f. Ehemann u. Vater Hans-Joachim Kampa
M. f. verst. Schwester Katharina Eschbaumer
M. f. Eltern Weber
Lgg         10:30 Uhr      Hl. Messe
M. f. Eltern Magdalena u. Franz Bauer u. VW
M. f. Eltern u. Brüder (Josef Hupfer)
M. f. Mutter u. Oma Elisabeth Stadler


Für alle Sonn- und Feiertags-Gottesdienste:
- Einlass nur mit Platzkarte für JEDE einzelene Person! -

 


Vesper zum Jahresschluss 2020

Lesung (2 Kor 3,4-17)

4 Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott.
5 Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten;
unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott.
6 Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern
des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
7 Wenn aber schon der Dienst des Todes, dessen Buchstaben in Stein gemeißelt waren, so
herrlich war, dass die Israeliten das Gesicht des Mose nicht anschauen konnten, weil es eine
Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war,
8 wie sollte da der Dienst des Geistes nicht viel herrlicher sein?
9 Denn wenn schon der Dienst der Verurteilung herrlich war, so ist der Dienst der Gerechtigkeit
noch viel herrlicher.
10 Eigentlich ist das Verherrlichte nämlich in diesem Fall gar nicht verherrlicht angesichts der
überragenden Herrlichkeit.
11 Wenn nämlich schon das Vergängliche in Herrlichkeit erschien: Die Herrlichkeit des Bleibenden
wird es überstrahlen.
12 Weil wir also eine solche Hoffnung haben, treten wir mit großem Freimut auf,
13 nicht wie Mose, der über sein Gesicht eine Hülle legte, damit die Israeliten das Ende des
Vergänglichen nicht sahen.
14 Doch ihr Denken wurde verhärtet. Denn bis zum heutigen Tag liegt die gleiche Hülle auf
dem Alten Bund, wenn daraus vorgelesen wird; sie wird nicht aufgedeckt, weil sie in Christus
beseitigt wird.
15 Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird.
16 Sobald er aber zum Herrn zurückkehrt, wird die Hülle entfernt.
17 Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
                            _______________________________________

Predigt (Pfr. Martin Garmaier)

Liebe Gemeinde,
Jesus war ein Querdenker. Er wagte es, eingetretene Pfade zu verlassen, neue Gedanken und Aspekte ins Leben einzubringen
• in das ganz persönliche Leben
• in das Leben des Miteinanders mit anderen
• in das Leben mit Gott als dem Schöpfer
Ging es zunächst darum, den Gesetzen des Mose und der Propheten gerecht zu werden und
damit zusammenhängend allen daraus resultierenden Gesetzen und Geboten, wagte es Jesus,
tiefer zu blicken und nicht an der Oberfläche eines umfangreichen Gesetzeswerkes hängen zu
bleiben.
Wer etwa krank, behindert, verkrüppelt, blind, taub oder gelähmt war, galt als von Gott für
eine Tat in der Vergangenheit bestraft. Dabei war es nicht von Belang, ob er oder sie selbst
etwas getan hatte, was nicht den Geboten und Gesetzen Gottes entsprach. Auch deren Vorfahren
kamen als ursächlich in Frage.
Mit dieser Auffassung verbunden spielten sich vermeintlich „Gerechte“ als Richter über andere
auf, die nicht zuallererst das Schicksal der Betroffenen in den Blick nahmen, ihre Leiden,
ihre Sorgen und Nöte, sondern das Recht auf Bestrafung und Verurteilung.
Zwar galt es, auch diesen Menschen durch Almosen zu helfen, ihre eigentliche Not aber wurde
nach wie vor als gerechte Strafe angesehen, die sie eben abzubüßen hätten.
Sie wurden zu Aussätzigen, Gedemütigten und Ausgeschlossenen, in der Hoffnung, dass andere
nicht durch sie angesteckt und verführt würden.
Jesus Christus wagte es, neue Wege zu gehen und den Blick auf einen menschenliebenden
Gott zu werfen. Während andere sich distanzierten und Vorwürfe machten, nahm er die Leiden
der Geschundenen in den Blick, beugte sich zu ihnen nieder und stellte die Frage, was sie
benötigen würden. Auch sie waren für ihn wertvolle Geschöpfe Gottes, die dieser in Liebe
geschaffen hat und zu denen er stehen würde, was immer geschehen mag.
Mit dieser Haltung wurde ein Geist lebendig, der frei macht, frei von Leiden, frei von alten
Mustern, Paragraphen und Verboten, und der hinführt in ein neues Leben, angefüllt von einem
Geist, der lebendig macht.
Als wir vor einem Jahr mit großen Feiern, Feuerwerk, Musik und Party das neue Jahr begrüßten,
ahnte wohl keiner, welche Schwierigkeiten, Not und Elend dieses Jahr mit sich bringen
würde. Mit Freuden begingen wir den nahenden Fasching, nicht nur ich amüsierte mich in
Erding königlich über die kabarettistischen Einlagen der Narrhalla Erding und deren Jungelfern,
Familienfeiern wie Hochzeiten und Geburtstage wurden mit großer Vorfreude geplant
und in unserem Pfarrverband stand die Firmung unmittelbar vor der Tür.
Die Existenz von Corona war zwar bekannt, aber wir hatten schon so manche Grippewelle
überstanden, werden also auch diese Krankheit überstehen. Außerdem schien China weit entfernt
von Deutschland zu sein.
Doch dann kam die Erkenntnis, dass sich dieses schreckliche Virus nicht an Grenzen halten
wollte und sich auch in Europa mit rasender Geschwindigkeit verbreitete. Bilder aus Italien
mit Militärtransporten für an Corona gestorbene Menschen ließen wach werden. Entsetzen
machte sich breit, Ohnmachtsgefühle und Ratlosigkeit.
Zu vieles war unbekannt und doch mussten Politiker handeln und entscheiden, um nicht noch
mehr Tote beklagen zu müssen. Mit die ersten, die die Konsequenzen zu spüren bekamen,
waren unsere Firmlinge, deren Firmung zwei Tage vor dem geplanten Termin abgesagt werden
musste. Weitere sollten folgen. Wir kennen sie, denke ich, alle.
Politiker in Deutschland wie zahlreichen anderen Ländern wagten es, quer zu denken. Sie wagten
es, alte eingefahrene Bahnen zu verlassen und neue Wege zu suchen, die möglichst viele
Leben retten würden.
Dennoch gab und gibt es nach wie vor auch solche, die dies als „kleine Grippe“ abtaten, wie
etwa der Brasilianische Staatspräsident Bolsonaro oder US-Präsident Donald Trump, der mit
dem Verlauf seiner eigenen Infizierung den Eindruck zu erwecken schien, dass jene, die Angst
vor den Folgen der Pandemie hätten, sich nicht so haben sollten.
Auch in Deutschland machte sich eine Bewegung breit, die sich „Querdenker“ nennt und
große Aufmerksamkeit bekam. Verschwörungstheorien, Leugnung von Corona und seiner Gefahren,
Gerüchte und pseudowissenschaftliche Annahmen sind deren Argumente, die sie gegen
Einschränkungen anführen.
Dabei kommt mir unter anderem unweigerlich das Bild des Landtagsabgeordneten der AfD
Stephan Löw vor Augen, der sich in meinen Augen in seinem Auftritt im Landtag mit Gasmaske,
um gegen das Maskengebot zu demonstrieren, eher lächerlich gemacht hat als einen
wirklich wertvollen Beitrag zur Bewältigung der Krise beizutragen.
Schienen zunächst die Angehörigen der AfD etwa mit den Maßnahmen der Regierung einverstanden
zu sein, schwenkten sie sehr bald um, lehnten das Tragen von Masken und andere
Maßnahmen ab und wurden zu Unterstützern der Querdenkerbewegung. Erlauben sie mir die
etwas provokative Aussage: „Endlich hatten sie wieder etwas, wo sie in ihrer Ablehnung gegenüber
allem, was ist, lautstark werden und auf sich aufmerksam machen konnten.“
Schien in früheren Zeiten der Begriff des Querdenkers eher ein Kompliment zu sein für Leute,
die es wagen, auch mal anders als in eingelaufenen Bahnen zu denken und damit neue Ideen
und Impulse einzubringen, wurde er nun eher negiert. Um ehrlich zu sein, sehe ich derzeit in
den Querdenkern eher Denkverweigerer, die eher auf Krawall gebürstet zu sein scheinen, die
nicht wirklich konstruktive Gedanken und Ideen einbringen und wirksam einer Krise begegnen
wollen.
Wenn sie dann, wie in München geschehen, eine Demonstration spontan zu einem Gottesdienst
erklären, kaufe ich ihnen ein ehrliches Interesse am Leben und an der Verkündigung
der Frohen Botschaft Jesu Christi nicht ab, fühle mich im Gegenteil eher der Lächerlichkeit
preisgegeben und im Glauben nicht ernst genommen.
Was hätte hier Jesus wohl gesagt?! Ich kann es nicht sagen, gelobt hätte er sie aber sich nicht.
In dem Text des Apostels Paulus, den wir eben in der Lesung vernommen haben, hebt dieser
die Freiheit heraus, die uns Jesus Christus geschenkt hat. Es ist eine Freiheit, die nichts mit
Beliebigkeit zu tun hat, wie es mir bei den sog. Querdenkern und anderen, die sich für ihre
Meinung in diesen Tagen wiederholt das Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit unseres
Grundgesetzes zurechtlegen, vorkommt.
Schier unermüdlich wies Jesus Christus auf den Geist hin, in dem etwas geschieht. Und wenn
Paulus schreibt: „Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens,
sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.“ (2
Kor 3,6), so will er damit die besondere Bedeutung dieses Geistes hervorheben.
Wo Menschen sich rein auf den Buchstaben beziehen, ziehen sie den Geist nicht mit ein, aus
dem etwas geschrieben und festgelegt wird. Damit verliert das Geschriebene seinen Geist und
das Leben, aus dem es entspringt und für das es geschrieben ist.
Auch zur Zeit Jesu wurde dies nur zu ungern von den religiösen Führern und ihren Anhängern
so gesehen. In diesem Querdenken Jesu sahen sie eine Gefahr, nämlich die Gefahr,
• das religiöse Gefüge könnte ins Wanken geraten,
• religiöse Traditionen könnten ihre Bedeutung verlieren,
• sie selbst könnten ihre Macht und Einfluss verlieren.
Um des Lebens in der Freiheit des göttlichen Geistes Willen ließ Jesus nicht nach, für diese
einzutreten. Er wollte, dass der Mensch in seiner ganzen Menschlichkeit gesehen und wahrgenommen
wird, dass er ernst genommen und angenommen wird. Und er lebte dies bis zur
letzten Konsequenz, die uns als Christen so sogar zu einem Segenszeichen geworden ist, dem
Kreuz.
Die Freiheit dieses Geistes schenkt uns, so wir sie ernst nehmen und auszugestalten wissen,
ungeahnte Möglichkeiten, die uns nicht nur Vergangenem nachtrauern, sondern auch in die
Zukunft gerichtetes gestalten lässt.
Aus dieser Freiheit heraus erwuchsen aus der Krise auch ungeahnte neue Möglichkeiten und
Ideen, die viele Christen wie andere versuchten, umzusetzen.
So war es für mich persönlich ein unvergessliches Zeichen der Hoffnung, als während des ersten
Lockdowns aller Enttäuschung ob der auch an den Kar- und Ostertagen nicht erlaubten
Gottesdienste gleichsam in einer kleinen ökumenischen „Geheimmission“ auf dem Friedhof
St. Paul die Osterkerzen unserer Kirchen entzündet und in unsere Gotteshäuser gebracht wurden.
Völlig alleine trug ich das Licht, das vom Auferstandenen kündet, durch die Erdinger Innenstadt,
manche, die am Fenster das vorbeiziehende Licht entdeckten, klatschten und ein Autofahrer,
der gerade des Weges kam, rief voller Begeisterung aus dem Auto „frohe Ostern“.
Schließlich konnte ich das Licht „heil“ in die Kirche tragen, es brannte unentwegt, ist auf dem
ganzen Weg nicht verlöscht.
Dieses sein Licht, das da zeichenhaft durch Erding getragen wurde, ist wahrhaft stärker als alle
Finsternis, die das Leben vielfach begleitet. So ist es auch ein Zeichen dafür, dass das Virus
Covid19 zwar stark sein mag, doch gegen das Licht, das uns in Jesus Christus aufleuchtet, hat
selbst dieses nichts aufzubieten.
• Wer auf diesen seinen Geist vertraut, braucht nicht zu verzagen und wird ewig in der
Freiheit dieses Geistes leben dürfen.
• Wer auf diesen seinen Geist vertraut, kann sich konstruktiv kritisch in das Leben und
die Gesellschaft einbringen, ohne alles negieren zu müssen und Verschwörungstheorien
zu verfallen.
• Wer auf diesen seinen Geist vertraut, wird die Fähigkeit haben, Meinungs- und Religionsfreiheit
von Egoismus und Willkür zu unterscheiden.
• Wer auf diesen seinen Geist vertraut, wird innerlich frei sein für Entscheidungen, die
er in Verantwortung zu treffen vermag.
• Wer auf diesen seinen Geist vertraut, ist fähig quer zu denken, neue Ideen konstruktiv
einzubringen und nicht trotzigem Kleinkindverhalten verfallen zu müssen.
Die Pandemie raubt Energien, lässt uns vielfach ohnmächtig und ratlos zurück. Es ist etwas
Neues, was wir alle in seiner ganzen Tragweite wohl noch nie erfahren haben.
Die Spanische Grippe als letzte große Pandemie mit ihren 20 bis 50 Millionen Toten liegt 100
Jahre zurück. In Zeiten des 1. Weltkriegs kostete sie mehr Menschen das Leben als der schreckliche
Krieg selber.
Die Medizin ist weit fortgeschritten; mit ihrer Erkenntnis und wirksamen Gegenmitteln. Und
doch kostete Corona zum heutigen offiziellen Stand weltweit bereits knapp 1.750.000 Menschen
das Leben. Und hinter jeder dieser Zahlen stehen Menschen, die Toten selber wie deren
Angehörige.
Corona hat uns dieses Jahr buchstäblich gefangen genommen. Und doch – wo wir auf seinen
Geist zu vertrauen vermögen, besitzen wir die Freiheit, uns nicht völlig gefangen nehmen zu
lassen. Auch, besser gerade, in dieser schwierigen Zeit und anderen Katastrophen schenkt er
uns in seinem Geist eine innere Freiheit, die uns auch weiterhin aufblicken und die Hoffnung
nicht aufgeben lässt.
Auch wenn Corona das Jahr entscheidend geprägt hat, so gab es auch andere Ereignisse, die
2020 begleitet haben und für Menschen vielfach einschneidende Folgen hatten und nachdenklich
machen.
• Waldbrände in Australien und den USA zerstören Lebensgrundlagen und Existenzen
und bringen erneut Fragen zu unserem Umgang mit der Umwelt mit sich.
• England trennt sich von der Europäischen Union. Nach zähen Verhandlungen wird erst
vor wenigen Tagen ein endgültiges Abkommen geschlossen. Für viele bleibt der Eindruck,
Frust und Enttäuschung über Unzulänglichkeiten hätten gewonnen über einen
konstruktiven Mitgestaltungswillen an der EU.
• Flüchtlingsbewegungen halten an, verbunden mit Krieg und Terror. In Moria fällt ein
Flüchtlingslager Brandstiftung zum Opfer und es stellt sich wiederholt die Frage, wie
Flüchtlinge wahrgenommen werden. – Ausschließlich als Wohlstandsflüchtlinge oder
auch als Verfolgte, die Angst haben müssen um Leib und Leben.
• Attentate in Hanau, in Wien und anderswo stellen die bange Frage, wie Extremismus,
Ideologien und Gewaltbereitschaft begegnet und dem Wert von Freiheit und Gerechtigkeit
Gehör verschafft werden könnte.
• Eine Explosion im Hafen von Beirut schafft Verwüstung und kostet 190 Menschen das
Leben. Korruption führte zu unsachgemäßer Lagerung hochexplosiver Materialien und
stellt die Frage, wie groß die Missachtung des Gebotes des Schutzes von Menschenleben
sein kann, wenn es um Geld und Macht geht.
• In Amerika wird der Schwarze George Floyd bei einer Gefangennahme auf beispiellose
Weise durch einen Polizisten getötet. Die letzten Worte des Getöteten rauben vielen
den Atem: „I can’t breath.“, „Ich kann nicht atmen.“
Im Anschluss daran wird weltweit „Black Lives Matter“ zu einem Begriff, der für das
Bestreben der Anerkennung des Wertes jeden Lebens steht und keinen Unterschied
macht zwischen Herkunft und Rasse.
• Der letzte Diktator Europas Staatspräsident Lukaschenko in Belarus erklärt sich in einer
nicht ordentlich vollzogenen Wahl zum Wahlsieger und schlägt alles nieder, was sich
gegen ihn stellt. Er steht für zahlreiche andere Diktatoren auf der ganzen Welt, die
Menschenrechte mit Füßen treten und in eigener Unfreiheit an äußerer Macht hängen.
• Der russische Oppositionelle Alexei Nawalny wird mit dem russischen Nervengift Nowitschok
vergiftet. Es entsteht der Eindruck, dass in Russland, aber auch andernorts,
Gegner mundtot gemacht werden sollen, durch Gefängnis, wenn nötig auch durch Tötung.
Ist es auch hier innerliche Unfreiheit, die Machthaber letztlich zu Gefangenen
ihrer selbst werden lässt?
• In Amerika wird ein neuer Präsident gewählt. Donald Trump, der abgewählte Präsident,
kann das Ergebnis jedoch nicht akzeptieren. Und so manch einer stellt sich die
berechtigte Frage, wie er dies mit dem demokratischen Grundverständnis der USA in
Einklang bringen kann.
Mit in der Hand haltender Bibel lässt er sich im Vorfeld fotografieren und vorher mit
brachialer Gewalt alles aus dem Weg räumen, was ihm im Weg steht. Hier stellt sich
bei mir wie bei den Querdenkern in München die Frage, ob hier nicht der Glaube von
Menschen und ihre Religionsgemeinschaft schamlos für eigene Zwecke missbraucht
werden sollen.
• In seiner Weihnachtsansprache betont der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer,
dass nur Männer zu Priestern geweiht können, da Jesus ein Mann war. Wieder einmal
mehr der Versuch eines Bischofs, den Geist Gottes in Buchstaben zu ersticken.
Die Liste ließe sich durch viele Ereignisse und Themen fortsetzen. Und mit Sicherheit fallen
ihnen persönlich zahlreiche weitere ein. – In der großen weiten Welt - wie im ganz persönlichen
Bereich. Und glücklicherweise gibt es mit Sicherheit zahlreiche positive und wunderschöne
Begebenheiten, die dieses Jahr begleitet haben.
Für mich persönlich bleibt eines:
Ob in den Höhen wie in den Tiefen des Lebens, in den freudigen wie betrüblichen Ereignissen:
• Wer auf Gott vertraut, wird nicht untergehen und kann Hoffnung haben.
• Wer auf Gott vertraut, wird in seinem Geist Freiheit haben, die nichts und niemand
nehmen kann.
• Wer auf Gott vertraut, dem ist eine Zukunft zugesagt, die ihm in seinem Geist verheißen
ist.
In diesem Sinne bin ich Gott dankbar, dass er uns trotz aller Schwierigkeiten nicht alleine gelassen
hat. Und ich bin zuversichtlich, dass er auch im neuen Jahr und in alle Zukunft nicht von
uns lassen wird und uns in seiner Liebe, in seinem Geist und in der durch ihn gegebenen Freiheit
begleiten wird.
Ich wünsche ihnen ein gesegnetes neues Jahr, in dem sie allzeit in seinem Geist begleitet sein
mögen.



Ökumenischer Gesprächskreis Erding (ÖGE)

Unter https://oekumene-erding.de/Adventskalender können Sie in der Zeit bis Heilig Abend täglich einen neuen Impuls entdecken


Da aktuell keine Veranstaltungen planbar sind, entnehmen Sie bitte die zeitnahen Informationen den Schaukästen und unserer Internetseite


Telefonische Erreichbarkeit der Seelsorger:

• Pfarrer Martin Garmaier
08122 / 89 202–15 oder 0175 / 97 00 117

• Pfarrvikar Pater Peter Dus
08122 / 76 22

• Gemeindereferentin Veronika Ostermeier
08122/95 98 529

Der nächste Kirchenanzeiger erscheint am:  
Annahmeschluss Hl. Messen und sonstige Infos: 


Liebe Seniorinnen und Senioren
Nach wie vor sind leider alle Veranstaltungen abgesagt.
Das Hygienekonzept sieht vor, dass Sie eine Maske nur tragen müssen, während Sie sich in der Kirche aufhalten,
also auch auf dem Weg zu und von Ihrem Platz und beim Empfang der Kommunion.
Sollten Sie vorab den Wunsch haben, von uns kontaktiert zu werden, liegen in der Kirche Formulare aus,
in die Sie sich eintragen können, damit wir wissen, wie wir Sie erreichen können.

Viel Gesundheit und Gottes Segen.
Ihr Seniorennachmittags-Team


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